Gemeinsam die Kulturlandschaft von morgen gestalten
Eine Projektidee für Kommunen, Grundstückseigentümer, Baumpaten, Vereine oder interessierter Bürger
Kopfweiden gehören seit Jahrhunderten zum typischen Landschaftsbild unserer Region. Sie säumen Wege, begleiten Bäche und Wiesen und bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Vielerorts sind diese charakteristischen Bäume jedoch verschwunden.
Mit den Weidenrouten möchten wir dieses Stück Kulturlandschaft wieder sichtbar machen. Gemeinsam mit Grundstückseigentümern, Landwirten, Heimatvereinen, Ehrenamtlichen, der Kommune und vielen weiteren Partnern entstehen nach und nach neue Standorte für Kopfweiden entlang von Rad- und Wanderwegen, Gewässern und in unseren Dörfern.
Dabei geht es um weit mehr als das Pflanzen einzelner Bäume. Die Weidenrouten verbinden Natur, Heimat und Gemeinschaft. Menschen übernehmen Verantwortung für ihre Umgebung, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und gestalten gemeinsam eine Landschaft, die auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt.

Kopfweiden pflanzen
Wir schaffen Lebensräume, die Natur und Heimat für alle verbinden.
Gemeinschaftliche Pflege
Bürgerliches Engagement fördern und gemeinsam aktiv werden.
Bildungsangebote
Workshops und Führungen für mehr Naturbewusstsein und Heimatliebe.

Wer kann mitmachen?
Mitmachen können Grundstückseigentümer, Land- und Forstwirte, Unternehmen, Vereine, Kirchen sowie Städte, Gemeinden und weitere öffentliche Einrichtungen. Ebenso sind alle eingeladen, die sich aktiv für Natur und Heimat einsetzen möchten – ob Familien, Kinder und Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Seniorinnen und Senioren oder ehrenamtlich Engagierte. Gemeinsam schaffen wir ein Projekt, das Generationen verbindet und unsere Landschaft nachhaltig gestaltet.
Hauptziele
- Kopfweiden entlang von Rad- und Wanderwegen sowie an geeigneten Standorten pflanzen und dauerhaft pflegen.
- Menschen aktiv an der Gestaltung ihrer Landschaft beteiligen.
- Das charakteristische Landschaftsbild langfristig prägen und erhalten.
- Den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch gemeinsames Engagement stärken.
- Ein Vorbild für ähnliche Projekte in weiteren Kommunen und Regionen werden.
- Kindern und Jugendlichen Zuversicht vermitteln und ihre Verbundenheit mit Natur und Heimat fördern.
- Selbstwirksamkeit erfahrbar machen – gemeinsam etwas Sichtbares und Bleibendes schaffen.
- Bürgerschaftliches Engagement stärken und langfristig fördern.
Positive Wirkungen
- Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und erhalten.
- Die Artenvielfalt vor Ort fördern.
- Die Landschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen.
- Einen Beitrag zum lokalen Klimaschutz und zur CO₂-Bindung leisten.
- Die Identifikation mit der eigenen Region stärken.
- Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung schaffen.
- Akzeptanz für Natur- und Landschaftsschutz fördern.
- Menschen, Vereine und Initiativen miteinander vernetzen.
- Den Dialog zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik fördern.
- Praktische Kenntnisse rund um Pflanzung und Pflege von Kopfweiden vermitteln.
- Den Blick für Natur, Landschaft und regionale Besonderheiten schärfen.
Standorte
Kopfweiden entfalten ihre größte Wirkung dort, wo sie von vielen Menschen wahrgenommen werden und gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert bieten. Besonders geeignet sind Standorte entlang viel genutzter Wege und an markanten Orten, an denen sie das Landschaftsbild prägen und die regionale Identität stärken.
Hauptstandorte
- entlang der Rad- und Wanderrouten
- an Verbindungswegen zwischen Dörfern und Bauernschaften
- an Rastplätzen und Picknickbereichen
- in der Nähe von Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen
- an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen
- an Gemeindegrenzen als verbindendes Element zu Nachbarkommunen
- als Solitärbaum, Allee oder entlang von Gewässern
Weitere geeignete Standorte
- entlang von Gräben und Bächen
- auf Böschungen
- in feuchten Senken
- entlang von Feldwegen
- entlang von Straßen
- in oder an FFH-Gebieten
- auf unbebauten Rest- und Brachflächen innerhalb von Ortschaften
- auf Firmengeländen und Betriebsflächen
Privatgrund vs. öffentlicher Raum

Privatgrund
Auf Privatflächen erfolgt die Pflanzung ausschließlich mit Zustimmung der Eigentümerinnen und Eigentümer. Die Umsetzung kann deutlich flexibler gestaltet werden als im öffentlichen Raum und lässt sich individuell an die örtlichen Gegebenheiten und die Bewirtschaftung anpassen. Verantwortlichkeiten, Kosten und Pflege können zwischen den Beteiligten frei vereinbart werden.
Rahmenbedingungen
- Zustimmung der Eigentümer erforderlich
- flexible Gestaltung und Umsetzung
- zeitlich individuell planbar
- Kostenverteilung verhandelbar
- Verantwortung liegt bei den Beteiligten
- personeller Aufwand abhängig von der Verfügbarkeit
Mögliche Herausforderungen
- fehlende Zeit für Pflanzung und Pflege
- Beeinträchtigung des Ernteertrags
- Behinderung der maschinellen Bewirtschaftung
- unerwünschter Schattenwurf
- Schutz vorhandener Drainagen
- fehlende Kapazitäten für das Schneiteln
- Entsorgung des Schnittguts
Lösungsansätze
- Pflanzung durch Ehrenamtliche
- Kompensationszahlungen oder Fördermöglichkeiten
- geeignete Stammhöhe wählen
- ausreichenden Pflanzabstand einhalten
- Pflanzort und Himmelsrichtung sorgfältig auswählen
- regelmäßiges Schneiteln (z. B. im zweijährigen Rhythmus)
- Schneiteln durch Dritte organisieren
- sinnvolle Verwertung des Schnittguts (z. B. als Brenn- oder Flechtmaterial)

Öffentlicher Raum
Öffentliche Flächen machen die Maßnahmen für alle sichtbar und ermöglichen eine langfristige Entwicklung mit Vorbildcharakter. Gleichzeitig können Vereine, Ehrenamtliche, Unternehmen oder Patenschaften das Engagement der Kommune sinnvoll ergänzen und die Identifikation der Bevölkerung mit dem Projekt fördern. Die Umsetzung erfolgt durch die zuständigen Fachbereiche der Kommune.
Rahmenbedingungen
- politische Mehrheiten erforderlich
- Einhaltung verwaltungsrechtlicher Abläufe
- Kostenübernahme durch die Kommune
- Planung und Umsetzung durch die Verwaltung
- Verantwortung liegt bei der Kommune
- private Beteiligung und Unterstützung teilweise möglich
Mögliche Herausforderungen
- fehlender politischer Wille
- komplexe Verwaltungsverfahren
- keine geeigneten Flächen verfügbar
- begrenzte personelle Kapazitäten
- begrenzte finanzielle Mittel
Lösungsansätze
- öffentliches Interesse und Mehrwert hervorheben
- Förderprogramme nutzen
- Erfahrungen anderer Kommunen übernehmen
- Zusammenarbeit mit Stiftungen und Vereinen
- Spenden einwerben
- Baumpatenschaften etablieren
Beteiligte Stellen
- Liegenschaftsamt / Kulturamt
- Tourismus-, Umwelt-, Ehrenamts-, Bürgerbüro
- Bauhof / Unterhaltungsverband
- Untere Naturschutzbehörde
- Projektvorstellung bis Dez. 2026
- Projektphase 1 läuft bis März 2028
- Projektphase 2 läuft bis Ende 2030
- Projektphase 3 wird Ende 2031 abgeschlossen
- danach kann ein neues Ziel gesetzt werden und das Projekt verlängert werden
Kann durch verschiedene Ebenen erfolgen, z.B. Umweltbüro, Tourismusbüro, Bauhof, Ehrenamtsbüro, Bürgerbüro, Unterhaltungsverband
- möglichst nur lokale Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
- Ansprechpartner werden bestimmt
- Kommunikationswege wählen
- Zeitplan erstellen
- Zielplan erstellen
- Abläufe verbessern
- Ergebnisse zusammentragen
- Plan für die Öffentlichkeitsarbeit erstellen, Flyer, Homepage…
- Abschlusspräsentation für die Projektausweitung erstellen
- Verantwortliche in den Ortsteilen suchen
- Verantwortliche der Dörfer einweisen
- laufende gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsaustausch
- Informationen laufen zusammen und werden gesammelt in der Orga-Gruppe
- Anzahl der Bäume
- Anzahl der Baumpaten
- Beschreibung der optimierten Organisationsstruktur
- Finanzen
- Website
- Nebenprojekte
- Flyer für Baumpaten
- Flyer für Grundstückseigentümer
- Flyer für Gemeinden
- Ökologischer Nutzen
- Kurs: Weidenflechten VHS
- Schulprojekte
- Weidenfest
- Blühwiesenpaten, Staudenpaten
- Infoveranstaltungen, Infostände
- Routenverzeichnis
- auf Landkreisebene
- auf Landesebene
- auf Bundesebene
- Heimatbund
- Umweltverbände
